Guirassy und Adeyemi schwärmen von Ramos vor FIFA Klub-WM
Der BVB spielt im Achtelfinale der FIFA Klub-WM gegen CF Monterrey aus Mexiko. Alles dreht sich im Vorfeld um das Aufeinandertreffen mit Sergio Ramos.
Atlanta – Nach einer eher durchwachsenen Gruppenphase soll bei Borussia Dortmund die FIFA Klub-WM in den USA mit dem Achtelfinale gegen CF Monterrey (Dienstag, 1. Juli, 21 Uhr Ortszeit/Mittwoch, 2. Juli, 03 Uhr deutscher Zeit, alle TV-Infos) einen Kickstart erhalten.
Vor dem Duell mit dem Klub aus Mexiko, der in Atlanta eine echte Heimspielatmosphäre vorfinden dürfte, gibt es rund um den BVB scheinbar nur ein Gesprächsthema: Das Aufeinandertreffen mit „Mentalitätsmonster“ Sergio Ramos.
Die Abwehr-Legende ist der Superstar von Monterrey – und sorgt schon vor dem Spiel für strahlende Augen bei den BVB-Profis.
BVB-Stürmer „kann es kaum erwarten“
„Es ist mein erstes Spiel gegen ihn, ich kann es kaum erwarten“, sagte etwa Serhou Guirassy, der als Mittelstürmer oft das Vergnügen haben wird, auf dem Platz auf Ramos zu treffen. „Das Alter ist unwichtig, wie Thiago Silva zeigt, der mit 40 Jahren immer noch sehr gut spielt. Es wird ein fantastisches Spiel. Sergio Ramos ist ein großartiger Verteidiger und beweist das Spiel für Spiel“, so Guirassy.
Gegen die von Thiago Silva organisierte Defensive von Fluminense hatte sich der BVB im Auftaktspiel der Gruppenphase schwergetan und war ohne Tor – eigentlich sogar ohne echte Torchance – geblieben.
Gegen Sergio Ramos muss Dortmund sich nun besser schlagen. Das ist freilich leichter gesagt als getan.

BVB-Star Adeyemi nennt Ramos „einen der besten Innenverteidiger jemals“
„Er ist ein bisschen älter geworden, aber er hat immer noch seine Fähigkeiten und weiß immer noch, wie er spielen muss“, sagte DFB-Star Karim Adeyemi vor dem Achtelfinale.
„Man will sich mit den Besten messen, und er ist einer der besten Innenverteidiger jemals“, so Adeyemi weiter. Der BVB-Angreifer hat klare Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Ramos. Ob er sie ausspielen kann?
Monterrey stellte – nicht nur, aber eben auch – wegen Ramos gemeinsam mit Paris Saint-Germain und Al-Hilal die beste Defensive der Gruppenphase, kassierte nur einen Gegentreffer.
Ramos war vor Wechsel nach Monterrey ohne Verein
Womöglich stellt sich die Frage, ob der BVB mit seiner Ehrfurcht für Ramos nicht sogar zu weit geht. Dessen Karriere verdient natürlich höchsten Respekt, es gibt aber auch Gründe dafür, dass der spanische Welt- und Europameister inzwischen in Mexiko aktiv ist und zuvor über ein halbes Jahr ohne Klub dastand.
Seine letzte europäische Station absolvierte Ramos bei seinem Jugendklub FC Sevilla, wo er nicht mehr auf allerhöchstem Niveau spielte. Phasenweise steckten die Andalusier sogar im Abstiegskampf von LaLiga.
Mit seinen 39 Jahren hat Ramos mindestens einen Schritt Geschwindigkeit verloren. Ganz im Gegensatz zu seiner Torgefahr, die ungebrochen bleibt. Für Monterrey traf der Altmeister zwölf Spielen fünfmal – eine herausragende Quote.
BVB-Trainer Kovač hat selbst noch gegen Ramos gespielt
„Er ist ein Superstar‘“, lobte Kovač den Rekordnationalspieler von Spanien. „Nicht nur er, sondern alle Spieler, die schon so lange dabei sind. Das verdanken sie ihrer Mentalität. Sie sind Siegertypen. Sie wollen in jedem Training und jedem Spiel gewinnen.“
Kovač hatte einst noch selbst mit der kroatischen Nationalmannschaft gegen Ramos auf dem Feld gestanden. Heute ist der BVB-Trainer 53 Jahre alt. Auch das unterstreicht die Langlebigkeit der Karriere des Stars von Monterrey.
Zehn seiner über 800 Pflichtspiele hat Ramos übrigens gegen den BVB bestritten, alle mit Real Madrid. Dem BVB gelangen immerhin drei Siege und drei Remis. Unter anderem war Ramos Kapitän beim legendären 4:1 im Halbfinale der Champions League 2012/13, als Robert Lewandowski alle Treffer für Schwarzgelb erzielte.

